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AGER: Die Österreicherinnen und Selbständigkeit

2017.02.20 - 

Der Amway Global Entrepreneurship Report 2016 (AGER) untersuchte die Einstellung zur Selbständigkeit in 45 Ländern. Befragt wurden 50.681 Personen.

  • In Österreich (33 Prozent) haben Frauen deutlich weniger Vertrauen in ihre Fähigkeiten, ein Unternehmen zu gründen, als weltweit (41 Prozent).
  • Weniger Österreicherinnen (22,6 Prozent) können sich den Schritt in die Selbständigkeit vorstellen als Männer (36,4 Prozent)
  • Trotzdem steigt der Frauenanteil unter Österreichs Gründern weiter (2016: 44 Prozent)

Teil des AGER ist der Amway Entrepreneurial Spirit Index (AESI), eine Messgröße für den Unternehmergeist. Der weltweite AESI beträgt 50 Punkte. Frauen halten bei 47 Punkten, in Europa sind es 41 Punkte. Österreichische Frauen erzielten 34 Punkte. 

Die drei Dimensionen des AESI zeigen die Gründe für die geringe Punkteanzahl der Österreicherinnen:

Erstens ist die Überlegung, eine Karriere als Selbständige zu machen, bei den österreichischen Frauen seltener vorhanden (25) als bei den Männern (38 Prozent) sowie bei den europäischen Frauen (43 Prozent) und den Frauen weltweit (52 Prozent).

Zweitens fühlen sich österreichische Frauen (33 Prozent) weniger gut vorbereitet für die Gründung als europäische (34 Prozent) und weltweit (41 Prozent). Ein Aspekt des Unternehmertums bereitet ihnen besonderes Kopfzerbrechen: 22 Prozent der Österreicherinnen würden sich bei der Kundenakquise sehr unwohl fühlen, aber nur 10,5 Prozent der österreichischen Männer.

Drittens erreichen die Österreicherinnen nur bei der Stabilität gegen sozialen Druck internationales Niveau: 43 Prozent würden sich von Familie und Freunden nicht von der Gründung ihrer Firma abbringen lassen. Europaweit sind 45 Prozent dieser Überzeugung, weltweit sind es 47 Prozent.

Mehr Gründerinnen in Österreich

Trotz der Vorsicht der Österreicherinnen steigt der Anteil der Gründerinnen weiter an, wie die Gründer-Statistik der Wirtschaftskammer Österreich zeigt: 2006 starteten Frauen 37,2 Prozent aller Firmen in Österreich, 2011 waren es 40,7 Prozent. 2016 gab es bereits 44 Prozent Gründerinnen. Der Anteil der weiblichen Kammermitglieder lag 2016 bei 46,4 %.

Unternehmertum wird wichtiger

Gleichzeitig denkt ein Drittel der Österreicherinnen (33 Prozent), dass in fünf Jahren mehr Selbständige (Voll- oder Teilzeit) arbeiten werden als heute. 46 Prozent erwarten keine Änderungen, 17 Prozent rechnen mit einer abnehmenden Bedeutung der Selbständigkeit. Europaweit rechnen 35 Prozent zukünftig mit mehr Selbständigen.

Prof. Dr. Norbert Kailer, Vorstand des Instituts für Unternehmensgründung und Unternehmensentwicklung der Johannes Kepler Universität Linz, sieht Handlungsbedarf: „Überraschend ist, dass nach wie vor geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der Gründungsneigung und der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten bestehen. Dies weist auf die Notwendigkeit entsprechender Fördermaßnahmen hin.“

Michael Meissner, Director Corporate Affairs Amway Europe, ergänzt: „Der AGER zeigt einen signifikanten Konflikt zwischen dem erwarteten, zukünftigen Arbeitsumfeld, und den eigenen Fähigkeiten und Kenntnissen, um darin erfolgreich zu sein.“ Er fordert: „Jedes Unternehmen und jede Gesellschaft in Europa muss sicherstellen, dass wir jeden, ungeachtet seines oder ihres Geschlechts, befähigen, in dem Umfeld zu arbeiten, in dem sie es möchten. In Bezug auf das Unternehmertum bedeutet das, die notwendigen Unternehmer-Skills zu lehren. Und es bedeutet, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich Unternehmer entwickeln können. In dem sie Fehler machen können. Und in dem sie ihr eigenes Projekt auf den nächsten Level bringen können. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die bestehenden Aktivitäten nicht ausreichen.“

Das unterstreichen auch die globalen Resultate:  Weltweit erwarten 39 Prozent eine zunehmende Bedeutung der Selbständigkeit. Gleichzeitig verlagern immer mehr Unternehmen Vertragsarbeit hin zu flexiblen Arbeitskräften. Dieser Trend ist bekannt als „Flex-Economy“ oder „Gig-Economy“. Daher bergen die AGER-Ergebnisse große Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, und für jede und jeden EinzelneN. 

Alle Ergebnisse des AGER lesen Sie hier.

 

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